Schon sehr lange hat’s hier keine neue Version von Misirlou gegeben…
Aber heute ist mir eine derartig geniale Interpretation vom Ukulele Orchestra of Great Britain über den Weg (bzw. durch den Browser) gelaufen, dass ich diese Tradition hier zumindest mal kurzzeitig wiederbeleben möchte:
Ruhig auch mal die anderen Titel des Ukulele Orchestra durchgucken, da sind wirklich schöne Sachen, u.a. Klassiker wie Psycho Killer von den Talking Heads, in unglaublich guten Interpretationen dabei!
Neues von Crispy Jones, und ich habe zumindest die Hälfte davon “verschlafen”, weil die Mail dazu leider mal wieder in meinem Junk-Ordner gelandet ist, wo ich sie gerade zufällig auf der Suche nach der Mail-Adresse der Band gefunden habe…
Aber zum Thema:
Die Jungs von Crispy Jones aus Nürnberg machen wunderbare Musik irgendwo im Umfeld von Rock’n'Roll mit Surf-, *billy- und sonstigen Einflüssen und waren hier auch schon mal Thema. Schon seit einiger Zeit zu haben ist eine neue Single, die nur digital vertrieben wird. “Two” heisst das gute Stück mit den beiden Titeln “Lovely Mrs. Skinner” und “Flyin’ Feet”, die es z.B. hier bei amazon.de gibt: Crispy Jones – Two
Auch bei itunes wird man übrigens fündig… Die Single gefällt mir sehr gut und sie deutet schon einen Trend an, der die Entwicklung der Band aktuell bestimmt: Ein bisschen weg vom reinen Rock’n'Roll/Rockabilly, mehr in die Richtung Country oder (vorsicht, Unwort) “Cowpunk”. Irgendwie kamen mir beim ersten Hören die frühen Waltons in den Sinn, die allerdings musikalisch doch deutlich beschränkter waren (und sind, die gibt’s nämlich wieder oder immer noch ) und diese Country-Klischees noch deutlich intensiver bedienten als Crispy Jones das aktuell tun.
Wer aber generell diese Richtung von akustisch geprägtem Rockabilly mit deutlichen Country-Einflüssen mag, sollte unbedingt mal in die Single reinhören.
Und vor allem auch auf die kommende Split-CD von Crispy Jones mit The Black Cat Bone Squad warten, die Ende Februar 2011 veröffentlicht wird. Beide Bands spielen jeweils 5 Stücke, wobei Crispy Jones wie schon erwähnt, ein bisschen in die Country/CowPunk-Ecke driften und The Black Cat Bone Squad hauptsächlich deftigen Rockabilly, mit teils baladenhaften, teils psycho-lastigen Anklängen “servieren”.
Eine sehr schöne Kombination! Das Warten auf Februar lohnt sich, soviel kann ich versprechen.
Dass ich persönlich die Phantom Four für eine der besten, aktuellen Surf-Bands halte, dürfte ich hier schon öfter angedeutet haben…
Leider zieht sich ja das Erscheinen neuen Materials schon viiiiiiel zu lange hin, aber für Frühjahr 2011 ist nun wohl endgültig mit einer neuen (Doppel-)CD zu rechnen.
Noch spannender wird das Projekt dadurch, dass es sich nur zur Hälfte um eine surf-lastige CD handeln wird, ein zweites Projekt, was die Jungs aktuell verfolgen, nennt sich nämlich “The Phantom Four & The Arguido”, unterstützt werden sie dabei von einem ehemaligen Mitglied der “Urban Dance Squad”, Rudeboy. Urban Dance Squad haben so eine Art “Funk-Metal” auf die Bühne gebracht, so dass ich gespannt bin, was Rudeboy in die Musik der Phantom Four einbringen wird.
Die im Netz verfügbaren Hörproben finde ich jedenfalls klasse, insbesondere die Interpretation von “Teenage Kicks” (im Original von den Undertones), die ich hier heute vorstellen möchte.
Ich selbst habe noch nie eine brillantere Version von “Teenage Kicks” gehört. Fantastisch! Ich freue mich schon sehr, mehr davon zu hören und warte langsam seeeeeeehr ungeduldig auf die neue CD!
Nachdem Downloadhelper für Firefox und andere Hilfsmittel file2hd.com seit einiger Zeit bei MySpace ihren nützlichen Dienst versagen, war lange Zeit die einzige mir bekannte Lösung, Musikdateien von MySpace herunterzuladen ein Mitschneiden der Titel mit einem Audio-Recorder.
Vor einiger Zeit habe ich aber eine schöne kleine Software für Windows (XP, Vista, Windows 7) entdeckt, die den Download von Songs bei MySpace wieder trivial möglich macht.
Nach dem Start gibt man im Feld “URL zum Video” einfach die URL zur MySpace-Seite des Künstlers/der Band an, dessen/deren Songs man herunterladen möchte.
Anschließend erhält man ein Auswahlfenster für die auf der Seite verfügbaren Songs.
Nach Auswahl und Bestätigung beginnt der Download und die Dateien landen als MP3 auf dem eigenen Rechner. Simpler geht’s kaum…
Da VMLoad wohl weitestgehend in Java geschrieben ist, besteht die berechtigte Hoffnung, dass das Programm mittelfristig auch auf anderen Betriebssystemen wie Mac OS X (für mich wichtig) oder Linux erscheint; auf der Seite des Anbieters wird das auch schon erwähnt.
Bis dahin gibt für diese Betriebssysteme eine etwas kompliziertere Möglichkeit des Downloads mit einem Kommandozeilen-Tool namens “RTMPDump“. Die genaue Erklärung des Vorgehens würde an dieser Stelle hier zu weit führen, Google findet allerdings mit den Suchbegriffen “rtmpdump myspace” hinreichend viele Seiten, die das genauer erläutern…
Also: viel Spaß beim MySpace-Download… Und bitte daran denken: Musik, die man dauerhaft behalten und nicht nur Probehören möchte, sollte man kaufen, das gebietet die Fairness dem Künstler gegenüber.
*** Update ***
Gerade bin ich über ein weiteres Tool namens ‘MySpaceLoader’ gestolpert, welches ebenfalls den bequemen Download von MySpace-Titeln erlaubt:
Das war das Konzert, auf das ich schon Jahrzehnte gewartet habe.
Die Pogues in annähernder Originalbesetzung mit Shane MacGowan live in Deutschland.
Schon der Soundcheck am Nachmittag, dem wir kurz beiwohnen konnten, machte Hoffnung. Shane hörte sich recht fit an, traf ganz gut Melodie und Takt und bewegte sich halbwegs sicher auf der Bühne. Also für Pogues- und MacGowan-Verhältnisse fast ein Optimal-Zustand.
Und so sollte dann auch das Konzert werden: Optimal.
Mr. Irish Bastard, die erste Vorband, Münsteraner Lokalmatator, war ok, verkürzte die Wartezeit auf die Pogues jedenfalls ganz gut. Die Aggrolites, eine kalifornische Reggae-Band, wären an anderer Stelle sicher eine prima Band gewesen, im Umfeld eines Pogues-Konzerts wirkten sie auf viele Besucher jedoch einzig Leidenszeit-verlängernd bis zum Auftritt der wahren Helden des Abends, den Pogues.
Was soll man sagen: Stimmung super, Band prima, Auftritt recht kurz, aber mit mehreren Zugaben. Alle wesentlichen Klassiker gehört und geliebt. Ob Dirty Old Town, Sick Bed of Cuchulain, Sally MacLannane, Fiesta, Broad majestic shannon, Old main drag, Bottle of smoke, so gut wie alle Lieblingslieder dürften dabei gewesen sein…
Großartig. Danke, dass ich das nochmal erleben durfte. Jederzeit wieder. Solange Shane MacGowan das durchhält. Bitte noch sehr lange.
Bei youtube gibt’s schon die ersten Videos, weitere werde ich dann in ein paar Tagen nachliefern, sofern die Qualität zumindest halbwegs stimmt…
Update
In der Onlinepräsenz des Kölner Stadtanzeiger findet sich auch ein absolut passender Artikel zum gestrigen Konzert:
Gestern bei den Pogues in Münster habe ich auch zwei eigene Videos gemacht, aufgrund des Standortes bzw. des fehlenden Zooms im Videomodus des iPhone 4 ist leider immer nur eine Totale der Bühne zu sehen. Aber zu dokumentarischen Zwecken reicht’s ja vielleicht doch. Die Audioqualität ist für ein Mobiltelefon mit Video-Funktion erstaunlich gut, finde ich…
Also hier “Streams of Whiskey” von den Pogues, live in Münster am 31.07.2010:
Gleich gibt’s hier dann auch noch “A pair of brown eyes”, da dauert der Upload bei youtube allerdings noch eine ganze Weile…
Ich habe mir ja schon seit Jahren vorgenommen, doch irgendwann mal zu den traditionellen Weihnachtskonzerten der Pogues auf die Insel zu fliegen, da die Jungs ja nicht mehr viel mehr machen und ich Shane MacGowan wenigstens noch einmal live und lebendig auf der Bühne sehen wollte.
Hat sich aber irgendwie nicht ergeben und ich hatte mich schon damit abgefunden, dass ich das wohl dieses Leben (und vor dem alkoholbedingten Exitus von Shane MacGowan) nicht mehr erleben werde.
Und dann werde ich zufällig (Danke, Robert!) darauf gestoßen, dass es dieses Jahr doch tatsächlich sowas wie eine kleine Europa-Tour gibt, die noch dazu in Münster, also quasi “um die Ecke”, halt macht…
Was soll ich sagen, die Karten liegen hier auf dem Schreibtisch und somit werde ich nach ca. 25 Jahren die Pogues endlich noch einmal live sehen dürfen. Ich freu’ mich sehr.
Die weiteren Termine der Tour:
Jul 30, 2010 – Esch/Alzette, Luxembourg, Rockhall
Tickets on sale beginning April 20.
Jul 31, 2010 – Muenster, Germany, Schlossplatz
Tickets on sale
Aug 1, 2010 – Amsterdam, Nederland, Melkweg
Tickets on sale here and here
Wie schön, der Rummelkäpt’n hat ein neues Album am Markt.
“Sender Karlshorst” von Rummelsnuff bietet im positiven Sinn keinerlei großartige Überraschungen, es ist letztlich die konsequente Fortsetzung des gelungenen Vorgängers “Halt durch!”, “derbe Strommusik” halt.
Absolute Kaufempfehlung von mir, zumindest, wenn man Rummelsnuff auch bisher schon mochte…
Hörbeispiel:
Bei amazon.de ist der MP3-Download von Sender Karlshorst mit 7,70 EUR übrigens deutlich günstiger als im iTunes-Store (9,99 EUR)!
Selbst deklarieren die Jungs um Christian Prauschke ihre Musik als “Rock’n'Roll, Surfpunk, Skabilly”, ich würde, wie schon erwähnt, einen Hauch Psycho zum Billy ergänzen wollen. Kontrabass-lastige, kurzweilige Titel, die für wirklich gute Unterhaltung sorgen, sowohl einfach so als auch als Begleiter zum ein oder anderen Bier. “Gute-Laune-Rock’n'Roll-Band”, wie auf dem Flyer genannt, passt also perfekt.
Vielleicht hat ja mal ein Veranstalter Lust, Crispy Jones man 2-3 Gigs hier im Revier zu spendieren? Ich wäre in jedem Fall da.
Hörproben und ein paar gratis Akustik-Tracks finden sich auf der Webseite der Band, kaufen kann man die CD für schmale 10 EUR unter diesem Link. Wer die digitale Distribution bevorzugt, wird auch bei den üblichen Verdächtigen wie iTunes und amazon.de fündig.
Also keine Ausreden! Für Liebhaber ehrlicher Musik ist das Album Pflicht!
Und hier noch ein Video von Sedlmeir mit einem Titel vom absolut empfehlenswerten Longplayer “Import Export”; “Schwarze Katze”, live bei KenFM, Radio Fritz, RBB:
Was soll ich noch sagen? Kauft das Album, ist klasse!
Der Herr Sedlmeir, der ja hier schon öfter Thema war, hat nach gefühlt 100 Jahren endlich mal wieder ein komplettes, neues Album veröffentlicht, welches auf den schönen Namen ‘Import Export’ hört.
Und noch besser, es knüpft in der Qualität direkt an’s absolut geniale Mini-Album ‘zäher than leather’ an!
Durchgehend gut zu hören macht es in weiten Teilen sogar richtig super viel Spaß, eine absolute Kaufempfehlung.
Und Verstärkung hat er auch dabei: je ein Stück von und mit Fr. Müller, Fred Rapid und dem grandiosen Rummelsnuff.
Ein mehr oder weniger repräsentatives Hörbeispiel findet sich bei Youtube, die Auskopplung “Killing ‘em”, die persönlich zwar nicht mein Favorit ist, aber trotzdem klar geht:
Und auch das “Promo”-Video will ich natürlich niemandem vorenthalten, darin finden sich auch noch ein paar Ausschnitte:
“Import Export” gibt es bei den üblichen MP3-Download-Dealern wie iTunes und amazon.de, ebenso wie die CD:
Anhören kann man sich das Ganze unter o.g. Link natürlich auch. Anspiel-Tipps: “T-nage Service”, “Schwarze Katze”, “Hund ohne Beine” und “2 Mann sind 1 Team” mit Rummelsnuff…
Eine absolute Empfehlung für die Liebhaber ausgefallener Musik sind die Podcasts von GaragePunk.com. Leider gibt’s die nicht mehr direkt auf der GaragePunk.com-Seite… Am einfachsten ist es aktuell, einfach mit einem RSS-Reader, der auch Anhänge unterstützt, den folgenden Link zu abonnieren:
Da hat sich jemand die Mühe gemacht, alle einzelnen Podcaster der ehemaligen Garagepunk.com-Podcast-Community in einem Feed zusammenzufassen…
Man bekommt dann mehr oder weniger täglich neue Diamanten des Trash, Surf, Garage und ähnlicher Stile frei haus serviert, u.a. von und mit Reverend Beat-Man.